Globale Wasserkrise verschärft sich

Der Pegel von Flüssen und Seen ist auf den niedrigsten Stand seit 30 Jahren gesunken, laut UNO. Die weltweiten Wasserressourcen sind knapper geworden, und der Klimawandel verstärkt die Kontraste.

Photo: Watson

Die globale Wasserkrise hat sich verschärft, und der Pegel von Flüssen und Seen ist auf den niedrigsten Stand seit 30 Jahren gesunken, laut UNO. Thibault Datry, Forschungsdirektor für Ökohydrologie, betont, dass die Wassermenge auf der Erde nicht verändert hat, aber ihre Verteilung in den verschiedenen Bereichen sich verändert hat.

Die Gletscher und Polkappen schmelzen, und ihr Wasser fließt in die Meere. Doch die Winde und atmosphärischen Strömungen verteilen es nicht gleichmäßig über den Erdball, was zu trockenen Jahren in einigen Regionen und Überschwemmungen in anderen führt. Der afrikanische Kontinent erlebte 2025 ein besonders trockenes Jahr, aber auch Hochwasser und Überschwemmungen.

Bettina Scheffler, Professorin für Hydrologie, rechnet damit, dass sich der Trend verstärken wird. Sie sagt, dass es mit dem Klimawandel Regionen geben wird, die heute schon trocken sind und die noch trockener werden. Andere Regionen, wie die Schweiz, werden keine großen Veränderungen bei der jährlichen Niederschlagsmenge erleben.

Die neue Verteilung des Wassers hat Konsequenzen für menschliche Aktivitäten wie die Landwirtschaft und die Industrie und schafft geopolitische Spannungen zwischen Ländern. Indien und Pakistan streiten sich über die Verwaltung von Staudämmen und Kanälen, während Äthiopien und Ägypten über die Nutzung des Nilwassers nach dem Bau des neuen Meeres streiten.

Die Weltwetterorganisation (WMO) berichtet, dass die weltweiten Wasserressourcen in den vergangenen Jahren knapper geworden sind. Der Abfluss aus Flüssen ist zurückgegangen, Gletscher schrumpfen, und in vielen Weltregionen sinkt der Grundwasserspiegel.

Wayne Jenkinson, Direktor der WMO-Abteilung für Hydrologie und Kryosphäre, sagt, dass der menschengemachte Klimawandel, das steigende Wasserbedürfnis der wachsenden Weltbevölkerung und natürliche Schwankungen bei der Entwicklung der Wasserressourcen eine Rolle spielen.

Die WMO warnt, dass das natürliche Wetterphänomen El Niño sich mit besonderer Stärke ankündigt und je nach Weltregion für besonders starke Dürren und schwere Überschwemmungen sorgen kann.

Die Umweltgewerkschaft betont, dass der Wasserkreislauf aus dem Gleichgewicht ist und dass in Deutschland in 20 Jahren Wasser im Umfang des Bodensees verloren gegangen ist. Gletscher schmelzen weg, und Deutschland wird in 10 Jahren keinen einzigen mehr haben.

Key facts

  • Weltweite Wasserressourcen sind knapper geworden
  • Der Pegel von Flüssen und Seen ist auf den niedrigsten Stand seit 30 Jahren gesunken
  • Der Klimawandel verstärkt die Kontraste
  • Die neue Verteilung des Wassers hat Konsequenzen für menschliche Aktivitäten

Three perspectives

Neutral

Die globale Wasserkrise ist ein komplexes Problem, das eine umfassende Lösung erfordert. Es ist wichtig, dass Regierungen und internationale Organisationen zusammenarbeiten, um die Wasserressourcen zu schützen und die Auswirkungen des Klimawandels zu mildern. Die Entwicklung von Strategien zur Bewältigung der Wasserkrise ist von entscheidender Bedeutung.

Positive

Es gibt Möglichkeiten, die globale Wasserkrise zu bewältigen. Durch die Entwicklung von nachhaltigen Wasserressourcen-Management-Strategien und die Investition in Wasserinfrastruktur können Regierungen und internationale Organisationen die Wasserressourcen schützen und die Auswirkungen des Klimawandels mildern.

Negative

Die globale Wasserkrise hat schwerwiegende Auswirkungen auf die menschliche Gesundheit, die Wirtschaft und die Umwelt. Wenn keine umfassenden Lösungen entwickelt werden, kann die Wasserkrise zu schweren Konflikten und humanitären Krisen führen.

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