Bolsonaro führt in Brasilien
Der Sohn von Brasiliens Ex-Präsidenten geht als Favorit in die Stichwahl am 26. Oktober. Seine mit Donald Trump verbündeten Rechtspopulisten fuhren auch bei Gouverneurs- und Parlamentswahlen Siege ein. Flavio Bolsonaro erreichte rund 47 Prozent, während Luiz Inacio Lula da Silva auf etwa 45 Prozent kam.
Der Sohn von Brasiliens Ex-Präsidenten, Flavio Bolsonaro, hat die erste Runde der Präsidentschaftswahl in Brasilien gewonnen. Er erreichte rund 47 Prozent der Stimmen, während der linke Amtsinhaber Luiz Inacio Lula da Silva auf etwa 45 Prozent kam.
Die Stichwahl wird am 26. Oktober stattfinden, da keiner der beiden Kandidaten die absolute Mehrheit erreichte. Bolsonaro sagte, er sei sehr zufrieden mit dem Ergebnis und sehr glücklich über die Aussicht, dass Brasilien in drei Wochen eine endgültige Entscheidung treffen kann.
Lula erklärte, er sei überzeugt gewesen, die Wahl bereits im ersten Wahlgang zu gewinnen. Er sagte, das Spiel beginne jetzt erst richtig und er werde versuchen, das brasilianische Volk für sich zu gewinnen.
Die historische Bilanz spricht für Bolsonaro: Seit der Rückkehr zu direkten Präsidentschaftswahlen 1989 nach der Militärdiktatur gewann bei allen sieben Stichwahlen der Kandidat, der im ersten Wahlgang vorn gelegen war.
Die beiden Kontrahenten stehen für zwei radikal entgegengesetzte politische Programme. Bolsonaro will Steuersenkungen, zehn Ministerien streichen und eine stärkere Anlehnung an die USA und Israel. Lula hingegen steht für eine sozialdemokratische Umverteilungspolitik mit einem starken Staat.
Umfragen vor der Wahl hatten Lula mit etwa drei Prozentpunkten vorn gesehen. Letztlich landete er jedoch mit 45 Prozent zwei Punkte hinter seinem Herausforderer.
Die Wahlbeteiligung war niedrig, rund 21 Prozent der Brasilianerinnen und Brasilianer gingen nicht an die Urnen. Der Wahltag verlief nach Angaben des Präsidenten des Wahlgerichts weitgehend ruhig.
Wichtige Fakten
- Flavio Bolsonaro erreichte rund 47 Prozent der Stimmen
- Luiz Inacio Lula da Silva kam auf etwa 45 Prozent
- Die Stichwahl wird am 26. Oktober stattfinden
- Die Wahlbeteiligung war niedrig, rund 21 Prozent der Brasilianerinnen und Brasilianer gingen nicht an die Urnen
Drei Perspektiven
Neutral
Die Stichwahl wird zeigen, ob Bolsonaro seine Führung halten kann. Lula muss versuchen, neue Stimmen zu gewinnen, um die Wahl zu gewinnen. Die brasilianische Wirtschaft und Politik werden von dem Ausgang der Wahl stark beeinflusst.
Positiv
Bolsonaros Sieg in der ersten Runde zeigt, dass er eine starke Basis in Brasilien hat. Seine Pläne für Steuersenkungen und eine stärkere Anlehnung an die USA und Israel könnten die Wirtschaft Brasiliens stärken.
Negativ
Lulas Niederlage in der ersten Runde zeigt, dass seine Politik nicht mehr den Wünschen der Brasilianer entspricht. Bolsonaros Pläne für eine stärkere Anlehnung an die USA und Israel könnten die Beziehungen Brasiliens zu anderen Ländern schädigen.
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