Infektionen verursachen 12% aller Krebsfälle
Weltweit verursachen Infektionen über zwei Millionen Krebsfälle pro Jahr. Die weitaus meisten werden durch fünf Erreger verursacht. Gegen viele kann man sich schützen, auch vor der derzeitigen Hauptursache.
Rund zwölf Prozent aller neuen Krebserkrankungen im Jahr 2024 standen mit bestimmten Erregern in Zusammenhang. Besonders häufig waren Helicobacter pylori und HPV beteiligt.
Viele dieser Krebsfälle könnten sich durch Vorbeugung verhindern lassen. Infektionen mit bestimmten Bakterien und Viren können verschiedene Krebsarten begünstigen.
Einer neuen weltweiten Analyse zufolge waren im Jahr 2024 schätzungsweise 2,3 Millionen Krebsneuerkrankungen mit Infektionen durch Viren und Bakterien verbunden. Das entspricht etwa zwölf Prozent aller neuen Krebsfälle, also ungefähr jedem achten weltweit.
Die Zahlen sind Schätzungen: Sie geben an, wie viele Krebsfälle auf Bevölkerungsebene statistisch mit den Infektionen in Verbindung gebracht werden. Ein Forschungsteam wertete Daten der Internationalen Agentur für Krebsforschung (IARC) aus.
Untersucht wurden zwölf Erreger, die als krebserregend für Menschen eingestuft werden. Humane Papillomviren (HPV) sind in mehr als 90 Prozent der Fälle der Auslöser für Gebärmutterhalskrebs.
Die Impfung gegen humane Papillomviren (HPV) kann Gebärmutterhalskrebs verhindern. Trotzdem sind in Deutschland viele Mädchen und Jungen nicht geimpft.
Etwa jede achte neue Krebserkrankung weltweit entsteht wegen einer Infektion. Nicht wenige davon wären vermeidbar. Mit Impfungen, Tests und rechtzeitiger Behandlung kann man sich schützen.
Key facts
- Rund 12% aller neuen Krebserkrankungen stehen mit bestimmten Erregern in Zusammenhang.
- 2,3 Millionen Krebsneuerkrankungen waren im Jahr 2024 mit Infektionen durch Viren und Bakterien verbunden.
- Die meisten Krebsfälle werden durch fünf Erreger verursacht.
- Viele Krebsfälle könnten sich durch Vorbeugung verhindern lassen.
Three perspectives
Neutral
Die Forschungsergebnisse zeigen, dass Infektionen eine wichtige Rolle bei der Entstehung von Krebs spielen. Es ist wichtig, sich über die Risiken und Möglichkeiten der Vorbeugung zu informieren. Die Internationale Agentur für Krebsforschung (IARC) wird weiterhin Forschungen durchführen, um die Zusammenhänge zwischen Infektionen und Krebs besser zu verstehen.
Positive
Die Impfung gegen humane Papillomviren (HPV) kann Gebärmutterhalskrebs verhindern. Durch Vorbeugung und rechtzeitige Behandlung können viele Krebsfälle verhindert werden. Die Forschungsergebnisse bieten Hoffnung für die Entwicklung neuer Strategien zur Krebsprävention.
Negative
Die Tatsache, dass viele Krebsfälle durch Infektionen verursacht werden, ist besorgniserregend. Die mangelnde Aufklärung über die Risiken und Möglichkeiten der Vorbeugung ist ein großes Problem. Die Internationale Agentur für Krebsforschung (IARC) muss mehr tun, um die Öffentlichkeit über die Zusammenhänge zwischen Infektionen und Krebs zu informieren.
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