Schweinekrankheit: 10'500 Tiere getötet
Ein Ausbruch der Lungenkrankheit Enzootische Pneumonie trifft die Schweizer Schweinehaltung hart. Um die Infektionskette zu unterbrechen, sind innert Kürze mehr als 10'000 Tiere geschlachtet oder getötet worden.
Die Lungenkrankheit Enzootische Pneumonie (EP) wurde in einem Schweinering festgestellt, der sich über mehrere Kantone erstreckt. 10'500 Tiere mussten schweizweit bereits geschlachtet oder getötet werden.
Der Veterinärdienst des Kantons Luzern schreibt, dass durch eine Totalsanierung bei den Zuchtbetrieben die Infektionsketten unterbrochen und eine weitere Ausbreitung der EP verhindert werden sollte.
Die Massnahmen betreffen 20 Zuchtbetriebe in sechs Kantonen sowie 40 Mastbetriebe in 14 Kantonen. Pro Jahr werden in der Schweiz gut 2,3 Millionen Schweine regulär geschlachtet, rund 6500 pro Tag.
Die Seuche gilt seit rund 20 Jahren als ausgerottet. Durch eine landesweite Flächensanierung konnte EP in der Schweiz laut dem Bundesamt für Lebensmittelsicherheit und Veterinärwesen (BLV) weitgehend zurückgedrängt werden.
Die Tierschutzorganisation «Pro Tier» zeigt, dass dieser Ausbruch exemplarisch die Risiken der industriellen Nutztierhaltung aufzeigt. Die Krankheit ist in einem Schweinering ausgebrochen, der Zucht- und Mastbetriebe umfasst.
Eine Sprecherin von «Pro Tier» sagt, dass ein System, das auf Effizienz und ständigen Tierverkehr ausgerichtet ist, für solche Krankheiten besonders anfällig ist.
Der Kanton Solothurn hat zwei Zuchtbetriebe geräumt, die Tiere wurden also getötet. 1200 Jungtiere wurden lebend exportiert.
Key facts
- 10'500 Tiere mussten schweizweit geschlachtet oder getötet werden
- Die Massnahmen betreffen 20 Zuchtbetriebe in sechs Kantonen
- 40 Mastbetriebe in 14 Kantonen sind betroffen
- Die Seuche gilt seit rund 20 Jahren als ausgerottet
Three perspectives
Neutral
Die Schweizer Schweinehaltung ist von einem Ausbruch der Lungenkrankheit Enzootische Pneumonie betroffen. Die Behörden haben Maßnahmen ergriffen, um die Ausbreitung der Krankheit zu verhindern. Es bleibt abzuwarten, ob diese Maßnahmen erfolgreich sind.
Positive
Die rasche Reaktion der Behörden und die Maßnahmen, die ergriffen wurden, um die Ausbreitung der Krankheit zu verhindern, sind positiv zu bewerten. Dies zeigt, dass die Schweiz in der Lage ist, schnell und effektiv auf solche Krisen zu reagieren.
Negative
Der Ausbruch der Lungenkrankheit Enzootische Pneumonie zeigt die Risiken der industriellen Nutztierhaltung auf. Die Tierschutzorganisation «Pro Tier» kritisiert das System, das auf Effizienz und ständigen Tierverkehr ausgerichtet ist.
Your week in news, every Wednesday
The biggest stories of the week for your edition, in your inbox every Wednesday morning, your time. Free, and you can unsubscribe at any time.