SPÖ will Führungskrise überwinden
Die Sozialdemokraten wollen die Führungskrise hinter sich lassen. Am Donnerstag werden die nächsten Schritte Richtung Zukunft fixiert. Andreas Babler bleibt vorerst Vizekanzler und Parteivorsitzender, bis ihn Finanzminister Markus Marterbauer ablöst.
Die SPÖ-Granden treten am Donnerstag zusammen, um den Führungswechsel zu besiegeln. Parteipräsidium und Bundesparteivorstand sollen das Vorhaben betreffend die Personalrochaden samt dem etappenweisen Rückzug von Parteiobmann Andreas Babler absegnen.
Demnach wird die Sozialdemokratie ab sofort von einem Triumvirat geführt. Dem gewählten SPÖ-Chef werden Frauenministerin Eva-Maria Holzleitner und Klubchef Philip Kucher geschäftsführend zur Seite gestellt.
Babler bleibt vorerst nicht nur Parteivorsitzender, sondern auch Vizekanzler der Republik, bis ihn Finanzminister Markus Marterbauer in diesem Amt ablöst, sofern es seine Gesundheit erlaubt. Marterbauer unterzieht sich derzeit einer Krebstherapie.
Wenn alles glattgeht, soll Marterbauer mit Jahresbeginn 2027 das Vizekanzleramt übernehmen. Gleichzeitig soll Babler den Parteivorsitz zurücklegen, sodass von dem Dreierteam an der Spitze nur das geschäftsführende Duo Holzleitner/Kucher übrigbleibt.
Auf einem Bundesparteitag im Frühling soll der nächste SPÖ-Chef gewählt werden. Dort wollen weder Holzleitner noch Kucher antreten. Sollte es dann mehr als einen Kandidaten geben, gilt die Direktwahl.
Medienmanager Gerhard Zeiler dürfte vorerst Abstand von einer Kandidatur nehmen. Er wünsche Markus Marterbauer viel Erfolg, wenn er die SPÖ übernimmt.
Die langfristige Personalhoffnung der Sozialdemokraten ruht auf Marterbauer, der bei den Gremiensitzungen online von einem Treffen der Finanzminister der Eurogruppe zugeschaltet sein wird. Einen Plan B, falls er bis 2027 nicht fit sein sollte, gibt es aber nicht.
Wichtige Fakten
- Die SPÖ-Granden treten am Donnerstag zusammen, um den Führungswechsel zu besiegeln.
- Andreas Babler bleibt vorerst Vizekanzler und Parteivorsitzender, bis ihn Finanzminister Markus Marterbauer ablöst.
- Die Sozialdemokratie wird ab sofort von einem Triumvirat geführt.
- Markus Marterbauer unterzieht sich derzeit einer Krebstherapie.
Drei Perspektiven
Neutral
Die SPÖ will die Führungskrise überwinden und einen geordneten Übergang ermöglichen. Die Partei hofft, dass der Führungswechsel zu einer Entspannung der Situation führt. Die Zukunft der SPÖ bleibt jedoch ungewiss.
Positiv
Die SPÖ hat einen Schritt in die richtige Richtung gemacht, indem sie den Führungswechsel eingeleitet hat. Die Ernennung von Markus Marterbauer zum neuen Vizekanzler und Parteichef könnte der Partei helfen, aus dem Tief zu kommen.
Negativ
Die SPÖ ist immer noch in einer Krise und der Führungswechsel ist nur ein erster Schritt. Die Partei muss noch viel tun, um ihre Probleme zu lösen. Die Gesundheit von Markus Marterbauer ist ein großes Risiko für die Partei.
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