SDA und SNSD gewinnen Wahlen in Bosnien
Die Sozialdemokraten überholen im Landesteil Föderation die kroatische HDZ, diese gewinnt aber den kroatischen Sitz im Staatspräsidium. Die SNSD gewann die Wahlen auf allen Ebenen im Landesteil Republika Srpska.

Die Wahlen in Bosnien und Herzegowina sind abgeschlossen. Laut den ersten Ergebnissen lag die Kandidatin der stärksten bosnisch-serbischen Partei SNSD, Željka Cvijanović, im Rennen um den serbischen Sitz im Staatspräsidium mit einem deutlichen Vorsprung.
Die SNSD gewann die Wahlen auf allen Ebenen im Landesteil Republika Srpska. Savo Minić, Kandidat der SNSD, gewann das Amt des Präsidenten des Landesteils mit über 50 Prozent der Stimmen.
Im Landesteil Föderation führte Denis Bećirović im Rennen um das bosniakische Mitglied des Staatspräsidiums mit 204.000 Stimmen. Die kroatisch-nationalistische HDZ gewann den kroatischen Sitz im Staatspräsidium.
Die Wahllokale schlossen um 19.00 Uhr, erste Ergebnisse wurden für den späten Abend erwartet. 38,5 Prozent der Wahlberechtigten beteiligten sich an dem Urnengang.
Die bosnische Diaspora, die etwa zwei Millionen Menschen umfasst, hat sich nur teilweise an den Wahlen beteiligt. Laut Vedran Džihić, Politologe an der Universität Wien, nutzt Bosnien-Herzegowina das Potenzial der Diaspora nicht zur Genüge.
Medina S., eine junge Wienerin, sah ihre Teilnahme an den Wahlen als einen Beitrag, um die Situation im Land zu verbessern. Sie betonte, dass die Diaspora von einem besser organisierten System profitiert und daher die Situation in Bosnien und Herzegowina nur schwer verstehen kann.
Der Dayton-Vertrag von 1995 gab Bosnien und Herzegowina seine heutige politische Struktur. Das Land wurde in zwei Entitäten geteilt: die Föderation Bosnien und Herzegowina und die Republika Srpska.
SNSD-Chef Milorad Dodik erklärte den Sieg seiner Partei auf allen Ebenen und dankte allen Wählern. Er führte den Erfolg teilweise auf das politische Klima in den Vereinigten Staaten zurück.
Wichtige Fakten
- Die SNSD gewann die Wahlen auf allen Ebenen im Landesteil Republika Srpska.
- Die Sozialdemokraten überholten im Landesteil Föderation die kroatische HDZ.
- 38,5 Prozent der Wahlberechtigten beteiligten sich an dem Urnengang.
- Die bosnische Diaspora umfasst etwa zwei Millionen Menschen.
Drei Perspektiven
Neutral
Die Wahlen in Bosnien und Herzegowina sind abgeschlossen. Die Ergebnisse zeigen einen Sieg der SNSD und der Sozialdemokraten. Die politische Situation im Land bleibt komplex.
Positiv
Die Teilnahme der Diaspora an den Wahlen kann als ein Beitrag zur Verbesserung der Situation im Land gesehen werden. Die Ergebnisse zeigen eine starke Beteiligung der Wähler.
Negativ
Die politische Struktur Bosnien und Herzegowinas bleibt komplex und schwierig zu verstehen. Die Diaspora nutzt ihr Potenzial nicht zur Genüge.
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