Plastiksteuer ab 2027 geplant
Verpackungen aus Kunststoff sollen für Unternehmen ab 2027 deutlich teurer werden. Union und SPD wollen mit einer neuen Steuer den Plastikverbrauch senken und zugleich Milliarden in die Staatskasse bringen. Die Steuer soll 550 Euro je Tonne Kunststoff in Verpackungen betragen.

Die Koalitionsfraktionen von CDU/CSU und SPD planen eine neue Steuer auf Kunststoffverpackungen. Ab Juli 2027 sollen Unternehmen für jede Tonne Kunststoff in Verpackungen 550 Euro zahlen.
Mit der Steuer sollen Unternehmen dazu gebracht werden, weniger Kunststoff zu verwenden. Laut Bundesregierung fielen allein im Jahr 2023 rund drei Millionen Tonnen Abfälle aus Kunststoffverpackungen an.
Die Steuer soll unter anderem Kunststoffverpackungen, Folien, Verschlüsse, Deckel und Kunststoffkapseln erfassen. Auch Verbundverpackungen sollen besteuert werden, sofern ihr Kunststoffanteil mehr als fünf Prozent beträgt.
Die Deutsche Umwelthilfe unterstützt die Einführung der Steuer grundsätzlich. Sie fordert jedoch, dass die Steuer ausschließlich auf Einwegverpackungen angewendet wird und nicht auf Mehrwegverpackungen.
Kritik kommt dagegen vom Kunststoffverband Plastics Europe. Der Entwurf lasse wesentliche Fragen zur Umsetzung offen und sei noch nicht ausgereift, sagte Hauptgeschäftsführerin Christine Bunte.
Die Koalition geht zunächst von rund drei Millionen Tonnen Kunststoffverpackungen aus, die jährlich unter die Steuer fallen werden. Diese Menge dürfte langfristig sinken.
Die Steuer soll bei der Herstellung, Einfuhr oder dem Verbringen der Verpackungen anfallen. Für Verpackungen aus recyceltem Kunststoff kann die Steuer auf Antrag entfallen.
Key facts
- Die Plastiksteuer soll ab Juli 2027 gelten
- Die Steuer beträgt 550 Euro je Tonne Kunststoff in Verpackungen
- Die Steuer soll unter anderem Kunststoffverpackungen, Folien und Verbundverpackungen erfassen
- Die Deutsche Umwelthilfe unterstützt die Einführung der Steuer grundsätzlich
Three perspectives
Neutral
Die geplante Plastiksteuer soll den Plastikverbrauch senken und zugleich Milliarden in die Staatskasse bringen. Es bleibt abzuwarten, wie sich die Steuer auf die Wirtschaft und die Umwelt auswirken wird. Die Bundesregierung muss sicherstellen, dass die Steuer fair und effektiv umgesetzt wird.
Positive
Die Einführung der Plastiksteuer ist ein wichtiger Schritt zur Reduzierung des Plastikverbrauchs und zum Schutz der Umwelt. Die Steuer kann auch als Anreiz für Unternehmen dienen, umweltfreundlichere Verpackungen zu entwickeln. Die Deutsche Umwelthilfe unterstützt die Einführung der Steuer grundsätzlich.
Negative
Die geplante Plastiksteuer kann zu höheren Kosten für Unternehmen und Verbraucher führen. Der Kunststoffverband Plastics Europe kritisiert den Entwurf als noch nicht ausgereift. Es bleibt abzuwarten, wie sich die Steuer auf die Wirtschaft und die Umwelt auswirken wird.
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