18-Jähriger als falscher Polizist verurteilt
Ein 18-Jähriger wurde in Wien zu 21 Monaten teilbedingter Haft verurteilt, weil er sich als Kommissar ausgegeben und drei Opfer um fast 350.000 Euro gebracht hatte. Die Täter werden immer jünger, wie bei einer Verhandlung am Wiener Landesgericht zutage trat.

Ein 18-Jähriger wurde am Montag am Wiener Landesgericht zu 21 Monaten teilbedingter Haft verurteilt, weil er sich als Kommissar ausgegeben und drei Opfer um fast 350.000 Euro gebracht hatte.
Der junge Mann hatte sich im Alter von 17 als Kommissar ausgegeben und war Teil einer international agierenden Bande, die von der Türkei aus operiert. Die Bande nutzt den sogenannten Polizistentrick, um ältere Menschen in Österreich um ihre Ersparnisse zu bringen.
Die Täter werden immer jünger, wie bei einer Verhandlung am Wiener Landesgericht zutage trat. Der 18-Jährige hatte über Bekannte erfahren, wie man rasch zu Geld kommen kann, und bekam den Kontakt zu Mehmet Kerim Y., einem Mann mit türkischer Staatsbürgerschaft, der eine hochprofessionelle kriminelle Organisation aufzog.
Die Opfer werden auf niederträchtigste Weise Angst gemacht, wie der Vertreter der Wirtschafts- und Korruptionsstaatsanwaltschaft (WKStA) sagte. Es gebe Hunderte Opfer, der angerichtete Schaden belaufe sich auf mindestens 25 Millionen Euro.
Die Dunkelziffer ist sehr hoch, viele Opfer bringen das gar nicht zur Anzeige, weil sie aus Scham nicht oder weil sie die Reaktion ihrer Angehörigen fürchten, wenn diese erfahren, dass das Erbe weg ist.
Der 18-Jährige nahm die Strafe an, der Staatsanwalt gab vorerst keine Erklärung ab. Das Urteil ist nicht rechtskräftig.
Die Polizei warnt vor dem Polizistentrick und rät den Menschen, vorsichtig zu sein, wenn sie von unbekannten Personen angerufen werden. Sie sollten keine Angaben zu ihrem Vermögen machen und sich nicht unter Druck setzen lassen.
Key facts
- Ein 18-Jähriger wurde zu 21 Monaten teilbedingter Haft verurteilt, weil er sich als Kommissar ausgegeben und drei Opfer um fast 350.000 Euro gebracht hatte.
- Die Täter werden immer jünger, wie bei einer Verhandlung am Wiener Landesgericht zutage trat.
- Die Bande nutzt den sogenannten Polizistentrick, um ältere Menschen in Österreich um ihre Ersparnisse zu bringen.
- Der angerichtete Schaden belaufe sich auf mindestens 25 Millionen Euro.
Three perspectives
Neutral
Die Verurteilung des 18-Jährigen zeigt, dass die Justiz gegen den Polizistentrick vorgeht. Es ist jedoch wichtig, dass die Menschen vorsichtig sind und nicht auf solche Tricks hereinfallen. Die Polizei und die Staatsanwaltschaft arbeiten daran, die Bande zu zerschlagen.
Positive
Die Verurteilung des 18-Jährigen ist ein wichtiger Schritt gegen den Polizistentrick. Die Justiz zeigt, dass sie gegen solche Verbrechen vorgeht und die Opfer schützt. Die Menschen sollten sich jedoch immer noch vorsichtig verhalten und nicht auf solche Tricks hereinfallen.
Negative
Die Tatsache, dass der 18-Jährige sich als Kommissar ausgegeben und drei Opfer um fast 350.000 Euro gebracht hat, zeigt, dass der Polizistentrick immer noch ein großes Problem ist. Die Justiz und die Polizei müssen mehr tun, um die Bande zu zerschlagen und die Opfer zu schützen.
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