Wien kauft Jelineks Archiv
Die Stadt Wien kauft den Teilvorlass von Literaturnobelpreisträgerin Elfriede Jelinek für 600.000 Euro. Der Bestand umfasst Werkmanuskripte, Typoskripte, Korrespondenzen und weitere Dokumente von ihren publizistischen Anfängen bis in die 2000er-Jahre.

Die Stadt Wien hat den Kauf des Teilvorlasses von Literaturnobelpreisträgerin Elfriede Jelinek bekanntgegeben. Der Bestand umfasst Werkmanuskripte, Typoskripte, Korrespondenzen und weitere Dokumente von ihren publizistischen Anfängen bis in die 2000er-Jahre.
Der Kaufpreis beträgt 600.000 Euro. Die Summe wurde auf Grundlage von zwei Gutachten ermittelt, eines davon intern, das andere von einem externen unabhängigen Experten.
Bürgermeister Michael Ludwig erklärt den Schritt damit, dass Wien eine Stadt der Literatur sei und Elfriede Jelineks Werk auf der ganzen Welt gelesen, gespielt und diskutiert werde.
Kulturstadträtin Veronica Kaup-Hasler nannte den Ankauf einen großen Gewinn für Wien und die internationale Literaturforschung.
Die FPÖ übt Kritik am Kauf und spricht von einer Provokation für die Wiener, die sich das Leben nicht mehr leisten können.
Der Ankauf wird am Dienstag im zuständigen Gemeinderatsausschuss behandelt.
Die Wienbibliothek im Rathaus soll den erhaltenen Teil des literarischen Archivs von Elfriede Jelinek übernehmen und wissenschaftlich erschließen.
Key facts
- Kaufpreis: 600.000 Euro
- Bestand umfasst Werkmanuskripte, Typoskripte, Korrespondenzen und weitere Dokumente
- Zeitraum: von den publizistischen Anfängen bis in die 2000er-Jahre
- Übernahme durch die Wienbibliothek im Rathaus
Three perspectives
Neutral
Die Stadt Wien hat den Kauf des Teilvorlasses von Elfriede Jelinek bekanntgegeben. Der Kaufpreis beträgt 600.000 Euro. Die Öffentlichkeit wird den Bestand in der Wienbibliothek im Rathaus einsehen können.
Positive
Der Ankauf ist ein wichtiger Schritt für die Erhaltung des kulturellen Erbes von Elfriede Jelinek. Die Wienbibliothek im Rathaus wird den Bestand wissenschaftlich erschließen und der Öffentlichkeit zugänglich machen.
Negative
Die FPÖ kritisiert den Kauf und spricht von einer Provokation für die Wiener. Der Kaufpreis von 600.000 Euro sei zu hoch, besonders in Zeiten von Sparmaßnahmen.
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