Infantino unter Druck
Die UEFA sucht nach einer Strategie, um den FIFA-Präsidenten Gianni Infantino zu stürzen. Ramon Vega will gegen ihn antreten.
Der asiatische Fußballverband AFC scheint seine Front gegen FIFA-Präsident Gianni Infantino aufzugeben. Der AFC-Präsident Scheich Salman bin Ibrahim Al Khalifa schlägt moderatere Töne an und spricht sich gegen eine grundlegende Reform des FIFA-Systems aus.
Al Khalifa schrieb in einem Brief an Infantino und die Chefs der Konföderationen, dass die bestehenden Governance-Strukturen der FIFA gestärkt werden sollten. Er schlägt eine interne Arbeitsgruppe vor, um dies zu prüfen.
Vor zwei Monaten hatte Al Khalifa Infantino noch in einem gemeinsamen Schreiben mit den Chefs der Kontinentalverbände aus Europa und Nord- und Mittelamerika scharf attackiert. Dies hatte unter anderem für Kritik aus Katar gesorgt.
22 arabische Verbände, darunter zwölf aus Asien, haben ihre Unterstützung für Infantino erklärt. Infantino will sich im März 2027 für eine vierte Amtszeit wiederwählen lassen.
Ramon Vega, ein ehemaliger Schweizer Fußballspieler, will gegen Infantino antreten. Vega sagte, der Fußball gehöre nicht den Präsidenten, Konföderationen oder Funktionären, sondern sei größer als jede Position oder Institution.
Die UEFA trifft sich am Donnerstag in Berlin, um über das weitere Vorgehen im Machtkampf mit Infantino zu besprechen. Der DFB-Präsident Bernd Neuendorf und der Ligapräsident Hans-Joachim Watzke werden teilnehmen.
Die UEFA will Infantino bei der Wahl am 18. März 2027 stürzen. Bislang hat die Opposition jedoch keinen ernstzunehmenden Gegenkandidaten.
Watzke hat die kritische deutsche Haltung im Machtkampf mit Infantino unterstrichen. Er sagte, es seien viele Fehler passiert, und der DFB habe eine klare Meinung.
Wichtige Fakten
- Der asiatische Fußballverband AFC gibt seine Front gegen Infantino auf
- Ramon Vega will gegen Infantino antreten
- Die UEFA sucht nach einer Strategie, um Infantino zu stürzen
- 22 arabische Verbände unterstützen Infantino
Drei Perspektiven
Neutral
Die Situation um Infantino bleibt unklar. Es bleibt abzuwarten, ob die UEFA einen ernstzunehmenden Gegenkandidaten findet. Die Wahl im März 2027 wird entscheidend sein.
Positiv
Ramon Vega bietet eine Alternative zu Infantino. Seine Kandidatur könnte zu einer positiven Veränderung im Fußball führen.
Negativ
Infantino steht unter Druck. Seine Führung und Entscheidungen werden immer mehr kritisiert. Die UEFA will ihn stürzen, aber es ist unklar, ob sie Erfolg haben wird.
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